1.) Ich möchte mir ein neues Aquarium ein richten und Kaufen. Was muss ich als Neuling dabei beachten? Zuerst solltet Ihr Euch überlegen, wo Ihr Euer Aquarium am besten aufstellen möchtet. Günstig wäre es, eine dunkle Ecke auszuwählen, da Sonnenlicht das Algen Wachstum begünstigt. Bevor Ihr das Becken aufstellt solltet Ihr dieses auf eine dünne Soft-Unterlage stellen. Diese Unterlage gleicht etwaige Unebenheiten des Unterschranks aus, und isoliert die Wärme des Beckens. Egal ob ein neues oder gebrauchtes Becken es muss erst einmal gesäubert werden. Bei einem neuen Becken geht dies am besten mit etwas lauwarmen Wasser und einem Schwamm. Solltet Ihr ein gebrauchtes Becken erworben haben, welches Kalkränder oder sonstige hartnäckige Schmutzflecken hat, dann kann man diese mit Essig oder Zitronensaft weg bekommen. Nach dem Reinigen kommt der Bodengrund in das Becken. Empfehlenswert ist es auch einen Bodendünger mit rein zu geben, dadurch sind die Pflanzen später immer mit den wichtigsten Mineralien versorgt. Den Dünger und einen Teil des Aquarienkieses so miteinander vermischen, dass der Beckenboden ca. 2cm mit Kies und Dünger bedeckt ist. Danach kommt der restliche Kies über die Dungschicht in das Becken. Die Kieshöhe sollte nicht über 5cm sein. Da Wasserpflanzen eine ansehnliche Menge Sauerstoff produzieren, welcher den Fischen für die zusätzliche Atmung zur Verfügung steht und die chemischen und physikalischen Bedingungen des Wassers konstant hält, sind echte zu bevorzugen. Auch Felsendekoration macht das Becken interessanter und dient als Versteck für die Fische. Beim Einlassen des Wassers achtet bitte darauf, es nicht einfach in den Grund zu “schütten”, sondern es vorsichtig gegen die Scheibe ins Becken laufen zu lassen. Es sollte eine Temperatur von ca. 25° C haben. Am Besten ist es, dass Wasser ca. 5 Tage bei laufenden Filter und mit Bepflanzung stehen zu lassen, bevor Ihr die ersten Fische hinein setzt. Als Anfängerfische eignen sich zum Beispiel Eierlegende Zahnkärpflinge wie zum Beispiel Guppys, welche es auch mit sehr vielen unterschiedlichen Färbungen gibt. Des weiteren würde ich für die mittleren Wasserbereiche Fadenfische empfehlen, welche zu der Gattung der Labyrinthfische zu zuordnen sind, sowie die sogenannten “Scheibenputzer” Antennen- oder Panzerwelse, welche für die untere Wasserzone zuständig sind. Eben so sind als Anfängerfische natürlich auch Goldfische aller Arten zu empfehlen, da diese weder auf Unterschiede in Wasserqualität und -temperatur sehr empfindlich reagieren. Jedoch das berüchtigte runde Goldfischglas gilt als Tierquälerei, genau wie Aquarien mit einer Kantenlänge unter 800 mm. Jetzt erst einmal viel Glück mit Euren ersten Aquaristik - Erfahrungen. 2.) Frage von Frau G. aus Freiberg: Was versteht man unter “Nestbauern” bei den Fischen und wie verhalten sich diese vor- bzw. nach dem ab laichen? Diese Gattung baut Nester, in welchen sie ihre befruchteten Eier unterbringen. Diese “Nester” bestehen aus Speichel umschlossenen Luftblasen, welche an der Wasseroberfläche treiben oder sich zum Beispiel auf der Unterseite eines Blattes befinden. Im allgemeinen bauen die Männchen die Nester und bewachen die Eier bis zum Schlüpfen. Nach dem ab laichen behalten die Männchen die Brut im Auge und neigen auch dem Weibchen gegenüber zur Aggressivität. 3.) Frage von Herrn Z. aus Giessen: Ich habe viele Algen im Aquarium. Was kann ich gegen diese tun und was beeinflusst ihr Wachstum? Die Ursachen für Algen ist meist ein zu hoher Nitritgehalt im Wasser. Nitrat entsteht durch den Kot der Fische, und wird bei einem “eingelaufenen” Becken von Bakterien abgebaut. Wenn der Fischbesatz in einem Becken zu hoch ist, kann das Nitrat nicht mehr schnell genug abgebaut werden und die Konzentration im Wasser steigt an. Dadurch verschärft sich auch die Gefahr auf Algen, da Wasser mit hohem Nitratwert ideal für Algen ist. Ebenso kann eine falsche Beleuchtung die Ursache für unkontrolliertes Algenwachstum sein. Ebenso können zu alte Lampen den Algenwuchs fördern. Viele gelbliche Anteile im Licht verhindern meist das Algenwachstum. CO2 Mangel kann ebenfalls für den Algenwuchs verantwortlich sein, z.B. wenn das Becken nicht mit genügend CO2 versorgt wird. Es gibt mehrere Wege um Algen zu bekämpfen. So gibt es viele Produkte, welche auf chemischen Wege den Stoffwechsel der Algen stören und so die Vermehrung der selben stoppen. Jedoch am besten und langfristig am angenehmsten ist die Suche nach der Ursachen für den Algenwuchs. Ihr könnt eventuell die Beleuchtung auswechseln, eine CO2 Anlage installieren oder Algenfresser (Antennen Welse, Apfel- oder Posthorn Schnecken oder auch Garnelen) in Euer Aquarium geben. Diese Versuche solltet Ihr der “Chemokeule” vor ziehen.
familienzoo.de